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Herbert Turetschek

Quarantänekunst

Das ist z. T. richtig mit dem Grundeinkommen: Ich hatte nämlich einen Transport-Bus und habe Fahrten durchgeführt und mir was kleines aufgebaut, der Bus wurde mir weggenommen, weil ich Hilfe beantragte/beantragen musste – ich wäre also durchaus in der Lage gewesen, mit meinem Bus und der Grundhilfe zusammen und als Künstler über die Runden zu kommen: Für uns Künstler jedenfalls wäre die Lösung nicht die Schlechteste. Wie gesagt – jetzt alle Künstler in die Sozialhilfe schicken zu wollen, ist Unsinn und nicht praktikabel. Besser wäre es gleich richtige Lösungen zu finden. Die Zahnärzte in England machen es vor: Wenn keine Kunden mehr kommen, dann einfach zuschließen den Laden… Dann kommen die Erzieherinnen, dann die Altenpflegerinnen, dann die Krankenschwestern und die Hebammen, dann die Künstler natürlich, die auch nicht mehr für lau arbeiten wollen… Als Künstler und als Sozialarbeiter habe ich nie viel verdient und das muss sich ändern und von klatschen und loben wird es nicht besser, im Gegenteil, wir fühlen uns dadurch nur verarscht. Neulich beobachtete ich eine Szene: Eine Rot-Kreuz- Mitarbeiterin in Kluft kam wohl gerade von der Arbeit und machte am Bahnhof einen Mann darauf aufmerksam, dass sein Rucksack offen steht und dass man leicht hineinlangen könnte – dieser redete die Frau total schwach an: So geht es uns, wir werden einfach sehr, sehr schlecht behandelt und das muss sich sehr schnell ändern, sonst stehen wir nicht mehr zur Verfügung und ohne uns Künstler und Sozialarbeiter… Der Transporter stammte aus meiner Kinderdorffamilie, die ich hatte, deshalb brauchte ich damals so ein großes Fahrzeug, war übrigens mein Spaß wie die teilweise die Miete für mich und die sieben Pflegekinder und das Telefon und und und – verdient habe ich damals so gut wie nichts.

Herbert Turetschek
Herbert Turetschek

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